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Amtliche Gelbfieber-Impfstelle

Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die in tropischen Ländern durch tagaktive Stechmücken übertragen wird.

Gelbfieber unterliegt einer strengen internationalen Melde- und Quarantänepflicht. Die Ein- und Durchreise-Bestimmungen der betroffenen Länder werden strikt kontrolliert. Die Vorbeugung besteht aus einem konsequenten Mückenschutz (Expositions-Prophylaxe). Zusätzlich gibt es jedoch eine sehr wirksame Schutz-Impfung gegen diese Krankheit, welche nur durch staatlich autorisierte Impfärzte (amtl. Gelbfieber-Impfstellen) durchgeführt werden.

Wer braucht die Impfung?

  1. Alle Reisenden in Länder mit gesetzlich vorgeschriebener Impfpflicht bei der Einreise, wo der Nachweis der Impfung bereits am Zielflughafen kontrolliert und die Einreise verweigert werden kann.
  2. Aber auch alle Reisenden in solche Gebiete, in denen die Gefahr einer Gelbfieber-Ansteckung besteht. Auch wenn bei der Einreise der Nachweis einer Impfung nicht kontrolliert wird. Dies sind weitere ca. 32 Länder in Afrika und in Mittel- und Südamerika.
  3. Alle Reisenden bei der Weiterreise aus einem dieser Endemie-Länder in ein anderes Land, wenn dort zum eigenen Schutz entsprechende Einreise-Bestimmungen bestehen. Die Ein- oder Rückreise (z.B. nach einer gebuchten Tour) wird sonst verweigert. Asien ist zwar frei von Gelbfieber, bei der Einreise aus einem Endemie-Gebiet kann aber auch dort der Nachweis dieser Impfung verlangt werden, um ein Einschleppen des Erregers zu vermeiden.

Passiven Schutz gegen Gelbfieber gibt es nicht!

Der Impfstoff ist ein Lebendimpfstoff (nur 0,5 ml), der in den Oberarm injiziert wird. Impfschutz besteht nach der Impfung sehr zuverlässig für 10 Jahre. Es ist dafür nur 1 Impfung erforderlich, die jedoch mindestens 10 Tage vor der Einreise erfolgen muss. Die Durchführung der Impfung ist nur bei dafür zugelassenen Impfärzten (Gelbfieber-Impf-stellen) möglich. Es gelten besondere Vorschriften, denn der Impfstoff ist sehr empfindlich, weil er vermehrungsfähige Keime enthält. Die Impfung muss durch eine international gültige Impfbestätigung (amtliches Siegel) mit eigenhändiger Unterschrift im Impfpass dokumentiert werden.Nach der Impfung sollen für eine Woche starke körperliche Anstrengungen (Leistungssport) gemieden werden.

Nebenwirkungen: Es können gelegentlich (bei unter 10%) ein leichtes Krankheitsgefühl und/oder eine Lokalreaktion an der Impfstelle auftreten, wie bei anderen Impfungen auch. Ebenso können (bei 2 bis 10%) nach 4 bis 6 Tagen, für höchstens 24 Stunden, auch leichte Allgemeinreaktionen auftreten – als Zeichen einer gesteigerten Aktivität des Immunsystems. Die Verträglichkeit dieser Impfung ist somit insgesamt als recht gut einzustufen.

Kontraindikationen: Es darf nicht geimpft werden bei (äußerst seltener) Allergie gegen Hühnereiweiß, bei Säuglingen bis zum 6. Lebensmonat und bei Schwangeren bis zur 12. Woche. Weitere Kontraindikationen sind akute Krankheiten, Inkubation, Rekonvaleszenz, Immundefekt oder Immunsuppression, wie z.B. bei hoch dosierter Kortison-Medikation, wie sie bei manchen Krankheiten erforderlich sein kann.

Anmerkung: Bei Vorliegen solcher (medizinischer) Gründe besteht die Möglichkeit einer Impfbefreiung (exemption certificate), die auf Englisch oder Französisch im Impfausweis beglaubigt sein muss. Die Länder, für die Impfpflicht besteht, sind jedoch zur Anerkennung dieses Zeugnisses nicht verpflichtet. Eine Zurückweisung an der Grenze ist somit trotzdem möglich, vorherige Kontaktaufnahme zur Botschaft ist in solchen Fällen anzuraten.

Bei der Planung der Reise muss außerdem beachtet werden, daß ein zeitlicher Abstand zu anderen Impfungen notwendig sein kann.

In jedem Fall ist es ratsam, sich rechtzeitig beraten zu lassen.